Gewaltfreie Kommunikation - nach M. B. Rosenberg

>Was ich in meinem Leben will, ist Einfühlsamkeit, ein Fluss zwischen mir und anderen, der auf gegenseitigem Geben von Herzen beruht< M.B. Rosenberg

Die Gewaltfreie Kommunikation nach M.B. Rosenberg (GFK) ist eine lebensdienliche und authentische Sprache, die dazu beiträgt uns und unsere Mitmenschen wertschätzend zu erleben.
Rosenberg selbst hat diesem Traum eines Miteinanders sein ganzes Leben gewidmet - er hat alles in Frage gestellt, immer wieder. Auf diese Weise hat er ein Konzept entwickelt mit dem ihm selbst in schwierigsten und hochexplosiven Settings ein verbindendes Miteinander gelungen ist. So hat er beispielsweise nicht nur mit depressiven Haus-/Ehefrauen, auffälligen Jugendlichen und Straftätern erfolgreich gearbeitet, sondern auch mit Gangs und verfeindeten Gruppierungen in Kriegsgebieten.

Das Konzept der GFK ist umfassend, unglaublich einfach und zugleich in seiner Konsequenz aus dem Stand heraus und ohne Training schwer anzuwenden, da es weit mehr als ein starres Kommunikationssystem darstellt.Auch wenn die GFK oftmals als "neue Sprache" nach festgelegten Regeln vermittelt wird, ist sie weit mehr als das. Die GFK als reine Methode & sprachliches Konstrukt zu gebrauchen stellt für mich persönlich einen lebensfeindlichen, entfremdenden Missbrauch von Rosenberg Lebenswerk dar. Es werden zwar "Krücken" geschaffen, auf denen der vermeintliche GFK-ler gestelzt und förmlich um eine bewusstere Kommunikation bemüht ist, allerdings führt dies meiner Wahrnehmung nach auf Dauer zu keinem authentisch verbundeneren Miteinander.

Die GFK ist eine Grundhaltung

  • die darin enthaltene Theorie der 4 Aspekte ein wertvolles Reflexionsmodell, das uns unterstützt zunehmend eine einfühlsame Haltung uns selbst und anderen gegenüber zu entwickeln.
  • aus der heraus Empathie und Transparenz zu unseren wesentlichen “Werkzeugen” werden, um eine Welt zu kreieren, in der wir leben wollen.
  • in der wir uns zunächst und grundlegend der eigenen Kommunikation bewusster werden, und selbst die Verantwortung für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse übernehmen. Dazu gehen wir den Bedürfnissen in der Tiefe auch hinter gewohnten (oft unbewussten) Denk- und Verhaltensmuster auf den Grund.
  • die uns auf der Basis des derart geschulten Selbst-Bewusstseins ermöglicht, von einem “Ort” in uns zu kommunizieren, wo uns von allein neue Worte finden. Diese sind dann meist eher echt und spontan statt nett und “gestelzt gewaltfrei” –allerdings immer mit der Intention die Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln zu übernehmen und die Qualität von Beziehungen zu verbessern.

Die Gewaltfreie Kommunikation vermittle ich in all meinen Angeboten als einen sehr wirksamen Weg der Persönlichkeitsentwicklung, zu uns selbst, zu anderen Menschen und zu gelingenden Gemeinschaften und Organisationen.